"30 Jahre gewendetes Deutschland - Quo Vadis?"

Dialog Kontrovers Extra

Mit der „Wende“ haben die Ostdeutschen das Blatt in Deutschland auf radikale und historisch beispielhafte Weise gewendet: „Wir sind das Volk“ und „Wir sind ein Volk“, sind Behauptungen und Erwartungen gewesen, denen nunmehr 30 Jahre geteilte sowie nichtgeteilte Ost-West-Erfahrungen gegenüberstehen.

Laut statistischem Bundesamt äußern die Ostdeutschen die höchste Lebenszufriedenheit seit der Wiedervereinigung, gleichzeitig ist fast die Hälfte von ihnen unzufrieden mit der (errungenen) Demokratie.
Viele der nach 1989 geborenen Ostdeutschen identifizieren sich immer noch in einem hohen Maße mit dem Osten, dem Land ihrer Eltern. Für andere ist die Unterscheidung in Ost und West nur noch ein fernes historisches und verblassendes Wetterleuchten.

Die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen haben neben Freiheit und Wohlstand auch zu schmerzhaften Transformations-, Kränkung- und   Entwertungserfahrungen geführt. Sind die Ostdeutschen heute ein gespaltenes Volk? Zwischen Wendegewinnern und -verlierern, zwischen denen, die die Wende als Glücksfall der deutschen Geschichte ansehen und jenen, die glauben, sie müsse als Wende 2.0 nun noch zu Ende gebracht werden?

Wir wollen mit eingeladenen Zeitzeugen, Sozialwissenschaftler*innen und mit Ihnen eine Zwischen-Bilanz ziehen und uns auf die Suche nach möglichen Wahrheiten begeben.

Diese Podiumsdiskussion findet im Rahmen des 5. Tages der Lehre: "Lernen im Wandel - Lehren aus der Wende" der Hochschule Mittweida statt.

Unsere Gastredner*innen

Dr. Thomas Ahbe
Sozialwissenschaftler und Publizist

 

 

 

 

Prof. Dr. phil. Beate Mitzscherlich
Psychologin und Sozialwissenschaftlerin
Westsächsische Hochschule Zwickau

 

 

 Dr. Christoph Körner
Theologe


 

 

 Christoph Wonneberger
DDR-Bürgerrechtler

 

 

 

Termin, Ort & Anfahrt

6. November 2019
19:00 bis ca. 21:00 Uhr
Studio B im Grunert de Jacomé Bau
der Hochschule Mittweida