Dialog Kontrovers Extra: "CORONA - Die Krise nach der Krise?"

Im Frühjahr und nun wieder ist das die formelhafte Floskel von Kommentaren zur aktuellen Situation der Pandemie. Zunächst heißt das die Versorgung mit Zahlen im tagesaktuellen Corona-Ticker durch Virologen und Epidemiologen.

Es bedeutet aber vor allem, kollektiv in einen bislang nie dagewesenen Shutdown des gesellschaftlichen Lebens zu geraten. Ein Virus hat eine ganze Gesellschaft infiziert. "In Zeiten von Corona" markiert eine "neue Normalität", die geduldige Unterwerfung unter staatliche Entscheidungen und gemeinsame Krisenerfahrungen. Für viele heißt das ein Leben aus der "sozialen Konserve" und die Bedrohung (Zerstörung) ihrer Existenz. Es bedeutet auch "Querdenken"-Demonstrationen und überbordende Reaktionen in sozialen Netzwerken zwischen Information, Des-Information, Fake News und Verschwörungstheorien. Es sind aber auch Zeiten erfahrener Solidarität und kreativer Bewältigung.

Was werden die längerfristigen und nachhaltigen Folgen sein – für jede/n Einzelne/n, für Familien, unser demokratisches Gemeinwesen, für die (lokale) Wirtschaft und Kultur? Was bedeutet das Leben mit dem permanenten Infektionsrisiko? Gehen von der Krise langfristige Entwicklungsimpulse aus – für Digitalisierung der Bildung, für einen anderen Blick auf soziale Berufe, für eine solidarischere Gesellschaft? Oder bedeutet die Sanierung wirtschaftlicher Potenz einen Rückfall in eine klimavergessene Ökonomie? Oder führt das alles auch zu einem Erstarken (einer pandemischen Ausbreitung?) populistischer Weltdeutungen und demokratiefeindlicher Einstellungen durch sogn. "Querdenker"?

Unsere Gäste

Christine Enenkel

Leiterin der Landesvertretung DAK Sachsen

Ine Dippmann

Rundfunkjournalistin MDR und Vorsitzende des Sächsischen Landesverbandes des Deutschen Journalisten-Verbands

Prof. Dr. Raj Kollmorgen

Professor für Management sozialen Wandels an der Hochschule Zittau/Görlitz

Prof. Dr. Berthold Vogel

Geschäftsführender Direktor des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI)

Diese Veranstaltung erfolgt unter Modertion von Alexander Thamm und in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung (SLpB).

Wann und Wo?

2. Dezember 2020
17:30 bis ca. 19:30 Uhr
TV-Studio (Zentrum für Medien und Soziale Arbeit) der Hochschule Mittweida

Die Veranstaltung findet im Hybrid-Format statt: Dies bedeutet, dass sich einige Expert*innen und der Moderator auf dem Podium befinden – andere werden online zugeschaltet. Da der Infektionsschutz für alle Beteiligten Vorrang hat werden wir auf Publikum vor Ort leider verzichten müssen.

Sie haben aber die Möglichkeit die Live-Übertragung (Streaming) auf YouTube zu verfolgen: https://www.youtube.com/watch?v=atm_jP_K-ao
und über die Chat-Funktion dort oder im Facebook-Kanal der Hochschule Fragen zu stellen: https://www.facebook.com/events/292495775387200/

Zusätzlich erfolgt noch eine Live-Ausstrahlung über den TV-Stream Kanal Aktuell, dort dann allerdings ohne Chat-Funktion:
https://medien-mittweida.de/thema/stream/