ANKÜNDIGUNG: 5. Öffentliche Ringvorlesung

MEINEN - GLAUBEN- WISSEN

Nicht erst seit der Präsidentschaft von Donald Trump haben Konzepte wie „alternative Fakten“ oder „Fake News“ Hochkonjunktur. Institutionen, die traditionell für die Produktion und Verbreitung von Wissen verantwortlich sind, seien es nun Forschungseinrichtungen oder die Presse, wird zunehmend mit Argwohn begegnet. Ihre Arbeit wird teilweise als parteiisch und machtgelenkt wahrgenommen. Experten, wie z.B. Klimaforscher, stehen unter Legitimationsdruck. Die Grenzen von Meinen, Glauben, Wissen – nach Kant die drei Modi des Fürwahrhaltens – scheinen immer mehr zu verschwimmen. In einer Gesellschaft, die sich als Wissensgesellschaft bezeichnet, scheint der  Glauben an das Wissen zu schwinden und die Macht des Meines und Dafürhaltens zu steigen. Glauben wir (noch), was wir wissen und wissen wir eigentlich, was wir glauben?  Das ist kein neues Phänomen der sogenannten Wissensgesellschaft. Es gab und gibt schon immer unterschiedliche Wissenskulturen, die miteinander um Anerkennung und „Wahrheit“ ringen. Homöopathie, Schulmedizin und traditionelle chinesische Medizin sind Beispiele dafür.

An zehn Abenden wollen wir uns den Grenzen des Wissens, des Glaubens und Meinens in Bereichen wie Philosophie, Erziehung, Medizin, Genetik, Religion und Gender widmen. Die Ringvorlesung lädt wieder dazu ein, sich von klugen und informierten Köpfen aus den Sozial-, Natur-, Ingenieur- und Humanwissenschaften zu Themenaus Kultur, Politik und Religion aufklären zu lassen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Wann und Wo?

Die Veranstaltung findet immer mittwochs von 17:30 Uhr bis ca. 19:00 Uhr vom 21.03.2020 bis 20.06.2020 im Peter-Schütt-Hörsaal (39-041) des Zentrums für Medien und Soziale Arbeit (Bahnhofstraße 15) der Hochschule Mittweida statt.