3. Termin - 14. April 2021

Dürfen Befunde aus der empirischen Sozialforschung bewertet werden? Diese Frage ist in den Sozialwissenschaften schon lange ein umstrittenes Thema. Es kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn aus dem durch empirische Forschung abgeleiteten Erkenntnisgewinn anwendungsorientierte Schluss­folgerungen und Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft gezogen werden müssen. Daher wird in der Vorlesung u.a. danach gefragt, was Sozialwissenschaft will und/oder darf, wie mit empirischen Daten in der Praxis umgegangen wird und ob und/oder unter welchen Bedingungen wertende Aussagen erlaubt sind.

Es sprechen:

Prof. Dr. phil. Isolde Heintze
Professorin für Sozialpolitik und Soziale Arbeit, Fakultät Soziale Arbeit an der Hochschule Mittweida.

Prof. Dr. Guido Mehlkop
Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt. Er beschäftigt sich u. A. mit Erklärungsansätzen von Alltagskriminalität - als Ergebnis rationaler Entscheidungsprozesses oder (fehlende) Internalisierung sozialer Konformitätsnormen.