Studium Generale

Schlüsselqualifikationen sind heutzutage nicht nur weithin akzeptiert, sondern inzwischen sehr nachgefragte Grundqualifikation in allen beruflichen Feldern der Wirtschaft, der Bildung, der Gesundheit und des Sozialen. Hochschulen haben nicht nur die Aufgabe, Fachexpertise bei Ihren Absolvent_innen auszubilden, sondern zu sichern, dass sie diese im Bewusstsein um mögliche soziale, gesellschaftliche und ökologische Neben- und Folgewirkungen einsetzen. Schüsselqualifikationen sind somit Schlüssel, sich die Welt jenseits des eigenen Fachhorizontes zu erschließen.

Akademische Bildung heißt aber nicht nur einen weiten intellektuellen Horizont spannen zu können, sondern auch ein Wissen über sich als Person zu gewinnen. Denn vor allem im beruflichen Alltag müssen wir präsent, überzeugend, konfliktfähig aber auch wach gegenüber problematischen sozialen Verkehrsformen sein, die Kooperation und produktive Formen des Wettbewerbes gefährden. Das kann auch heißen, couragiert und engagiert Präsenz zu zeigen, wo Grundfesten unseres demokratischen Gemeinwesens gefährdet sind.

Das Studium Generale versteht sich so als ein Forum der engagierten Perspektivenerweiterung, die von allen Studierenden auch genutzt werden kann, sich das „Fremde“ der anderen Fachkulturen vertrauter und ver-ständlicher zu machen.

Daher finden sich im Studium Generale zum einen Standardangebote, die verlässlich semesterweise angeboten werden und zwischen denen teilweise auch wahlobligatorisch gewählt werden kann. Zum anderen reagieren wir variabel auf aktuelle Fragen und Trends – dieses Wintersemester mit dem 3. Udo-Steinberg-Symposium für Angewandte Forschung im Sport, das sich mit wissenschaftlichen und praxisrelevanten Fragestellungen im Bereich Sport auseinandersetzt. Ein besonderes Angebot ist die Anerkennung ehrenamtlichen und zivilgesellschaftlichen Engagements im doppelten Sinne – als anrechenbare Leistung (in ECTS) und, wenn man so will, als eine Leistung zur sozialen Kapitalbildung. Schließlich werden Schlüsselqualifikationen nicht nur im Seminarraum erworben, sondern dort, wo sie vor allem gebraucht werden: mitten im gesellschaftlichen Leben.